bis zum Ende des DTA-Lastschriftverfahrens

vdb/PPM - Payment Processing and Management

Der Zahlungsverkehr wandelt sich rasant und die Komplexität der Prozesse nimmt ebenso schnell zu.

vdb/PPM unterstützt die Banken bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Zahlungsverkehr:

Mit SEPA (Single Euro Payments Area) entsteht seit 2008 der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum mit neuen Formaten (XML) und Verfahren. Seit 2008 existieren für den IZV die Alternativen DTA und SEPA, wobei mittelfristig das DTA-Verfahren eingestellt wird.

Die SEPA-Lastschrift wurde am 2. November 2009 eingeführt und wurde für die Banken, die ein nationales Lastschriftverfahren unterstützen, seit November 2010 verpflichtend.

Durch das ISE-Verfahren (Imagegestützter Scheck-Einzug) wurde der letzte Schritt hin zum beleglosen Zahlungsverkehr durchgeführt. Durch die elektronische Auslieferung der Scheckbilder ist der hausinterne Workflow entsprechend anzupassen. Die elektronische Einreichung der Schecks gibt die Möglichkeit, den Kunden neue Dienstleistungen anzubieten.

Mit TARGET2 (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer) entstand ein leistungsfähiges, europaweites Großbetragszahlungsverkehrssystem.

Leistungsübersicht vdb/PPM

vdb/PPM ist ein modular aufgebautes Zahlungsverkehrssystem für Inlandszahlungen, SEPA-Zahlungen und Auslandszahlungen. Es werden Individual- und Massenzahlungen unterstützt.

Eingabe / Import
Zahlungen können importiert oder manuell erfasst werden.

Manuelle Erfassung
Erfasste Zahlungen durchlaufen die folgenden Workflowschritte:

  • Erfassung und Korrektur
  • Abstimmung (bei Sammelüberweisungen bzw. Sammellastschriften)
  • Freigabe (ggf. unter Berücksichtigung des 4- und 6-Augenprinzips)
  • Disposition (optional)
  • Clearing (Zuordnung der einzelnen Empfängerposten zu dem Ausgabeleitweg)
  • Ausgabe

 

Folgende Formate werden bei der manuellen Erfassung unterstützt:

DTA-Format 

  • Einzelüberweisungen
  • Sammelüberweisungen
  • Lastschriften
  • Einzellastschriften
  • Rücklastschriften
  • Rücküberweisungen

 

In der Regel wird ein Zahlungsauftrag mit mehreren Empfängern und einem Auftraggeberposten (Gegenbuchung) erzeugt. Es können auch komplexe Buchungsvorgänge, wie Verrechnungsbuchungen, CPD-Buchungen, Gebührenbuchungen etc. konfiguriert werden. Es wird der zugehörige MT202 (seit November 2009), konfigurationsabhängig der MT202 (COV) automatisch erzeugt.

Fremdwährungszahlungen
Fremdwährungszahlungen können in den Formaten MT103 (Kundenzahlungen) und MT202 (Bank-an-Bank-Zahlungen) erfasst werden. Ist bei einer Kundenzahlung eine Coverzahlung (Deckungsanschaffung) erforderlich, so wird der zugehörige MT202 automatisch erzeugt.

Ein Zahlungsauftrag setzt sich zusammen aus:

  • MT103 / MT103 und MT202
  • MT202
  • Kundenbelastung
  • Gebührenbelastung (nur bei getrennter Gebührenbelastung)
  • Gebührenertragsbuchung
  • Währungsverrechnungsposten

 

SEPA-Zahlungen
Es können SEPA-Überweisungen (SCT) und SEPA-Lastschriften (SDD) erfasst werden. Die Initiierung von R-Transaktionen im SEPA-Umfeld ist ebenfalls möglich.

Import
Der Import erfolgt datei- oder transaktionsorientiert (z.B. BTE-Schnittstelle). Hierbei werden u.a. folgende Formate unterstützt:

  • BTE
  • SEPA-Formate laut ZKA- und EPC-Vorgaben PACS und PAIN
  • DTA-Format
  • DTAZV-Format
  • SWIFT-Formate (z.B. MT103 und MT202)
  • CSV-Format
  • Proprietäre Formate


Importierte Zahlungen durchlaufen die folgenden Workflowschritte:

  • Import
  • Abstimmung
  • Freigabe (ggf. unter Berücksichtigung des 4- und 6-Augenprinzips)
  • Disposition (optional)
  • Clearing (Zuordnung der einzelnen Empfängerposten zu dem Ausgabeleitweg)
  • Ausgabe

 

Beim Import werden Prüfungen durchgeführt: 

  • Formatprüfungen
  • Prüfziffernprüfung bei Kontonummer und IBAN
  • Prüfung von Bankleitzahl und BIC auf Existenz
  • Prüfung der gültigen Textschlüssel
  • Sperren

 

Bei negativer Prüfung kann in Abhängigkeit von der Konfiguration eine automatische Rückgabe erfolgen.

Leitwege
Der Leitweg kann unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien ermittelt werden:

  • Buchungssystem
  • Höhe des Betrages
  • Kontonummer bzw. IBAN des Zahlungsempfängers / Zahlungspflichtigen
  • Bankleitzahl bzw. BIC der Bank des Zahlungsempfängers / Zahlungspflichtigen
  • Kontonummer bzw. IBAN des Auftraggeber / Zahlungsempfänger
  • Bankleitzahl bzw. BIC der Bank des Auftraggeber / Zahlungsempfänger
  • Textschlüssel


Bei einem Sammelauftrag erfolgt die Aufteilung auf die einzelnen Leitwege. Die Ausgabe kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen.

Ausgabe
Ausgabeschnittstellen stehen zur Verfügung in Richtung:

  • Kunde
  • Corebanking-System
  • Clearing-System
  • Korrespondenzbanken

 

Es werden folgende Formate unterstützt:

  • SEPA-Formate (PACS und PAIN)
  • DTA-Format
  • DTAZV-Format
  • Diverse “DTA-Dialekte”
  • SWIFT-Formate (z.B. MT103 und MT202)
  • CSV-Format
  • Proprietäre Formate (PARIS, POF, WINGS etc.)
  • BAPI


Embargoprüfung und Vollständigkeitsprüfung
Aufgrund von vorgegebenen Kriterien (z.B. Empfänger- bzw. Senderland) können Prüfungen durchgeführt werden, wie z.B.:

  • Prüfung gegen EU-Embargonamensliste
  • Prüfung gegen US-Embargonamensliste
  • Prüfung gegen kundenspezifische Embargolisten
  • Prüfung aufgrund der Länderliste
  • Prüfung der Vollständigkeit der Auftraggeberdaten
  • Empfängerkontonummern-Abgleich

 

Bei einer Auffälligkeit wird ein entsprechender Workflow zur Verfügung gestellt, der sicherstellt, dass die Zahlungen erst nach Freigabe durch den Compliance (ggf. unter Berücksichtigung des 4-Augenprinzips) freigegeben werden.

Sperrlisten
Es können Bankleitzahlen bzw. BICs von Banken hinterlegt werden, an die Zahlungen erst nach einer manuellen Freigabe weitergeleitet werden dürfen.

4-Augen-/6-Augenkontrolle
Die Revisionsvorgaben bezüglich der 4- bzw. 6-Augenkontrolle werden eingehalten. Alle Aktivitäten werden protokolliert und auf Einzeltransaktionsebene mit archiviert.

Dauerauftragsverwaltung
Für Zahlungen in den Formaten: 

  • DTA
  • DTAZV
  • SEPA (geplant)

steht eine Dauerauftragsverwaltung zur Verfügung.

Stammdaten
In PPM werden folgende Daten verwaltet:

  • Bankleitzahlverzeichnis
  • BIC-Verzeichnis
  • TARGET2-Verzeichnis
  • SEPA-Directory
  • Korrespondentenverzeichnis
  • Verzeichnis der AZV-Leitwege
  • Kundenstammdaten

 

Die Kundenstammdaten werden in der Regel in einem CSV-Format importiert.

Automatische Prozesse
Soweit revisionstechnisch zugelassen, können einzelne Arbeitsschritte auch automatisiert durchgeführt werden. Hierzu gehören:

  • Import
  • Freigabe
  • Clearing
  • Ausgabe

 

Der Automatismus kommt in der Regel dann zum Tragen, wenn die importierten Dateien elektronisch unterschrieben sind (z.B. Import von Massenzahlungen von der Bundesbank).

Tagesabschluss und Archiv
Im Rahmen des Tagesabschlusses werden die verarbeiteten Zahlungen in das Archiv überführt. Ausgehend von einer Transaktion werden alle revisionsrelevanten Informationen mit archiviert (Angaben, welche Mitarbeiter diese Dateien verarbeitet haben, Angaben über Änderungen usw.).

Neben den Angaben zu Einzeltransaktionen werden auch die Ein- und Ausgabedateien archiviert. Bei komplexeren Zahlungsaufträgen (AZV) werden alle relevanten Zahlungsposten archiviert und sind recherchierbar.

Das Archiv bildet die Grundlage für umfangreiche Reports, wie z.B. ZV-Statistik.

Kundenspezifische Verarbeitung
Kundenspezifische Anpassungen, wie z.B. Verwendungszweckanalyse zur Ermittlung der Kontonummer und Hausbankverfahren (Gebührenkorrektur bei GAA-Verfügungen) können bereitgestellt werden.

Zusätzliche ISE-Funktionalitäten
Im Rahmen der ISE-Verarbeitung besteht die Möglichkeit, ein Matching zwischen den Verrechnungssätzen (DTA) und den Images im Ein- und im Ausgang durchzuführen.

SEPA-Überweisung
Wie im klassischen DTA-Bereich können die SEPA-Überweisungsaufträge des Kunden in vdb/PPM importiert, geprüft, abgestimmt, freigegeben und gecleart werden.

Solange das Corebanking-System noch nicht in der Lage ist, XML-Dateien zu verarbeiten, kann eine Konvertierung in das Inhouseformat (in der Regel DTA-Format) erfolgen. In diesem Fall werden die internen SEPA-Überweisungen (Zahlungsempfänger führt das Konto im eigenen Haus) und die entsprechende Gegenbuchung (Belastung des Kundenkontos) im DTA-Format dem Corebanking-System zur Verfügung gestellt. Die externen SEPA-Überweisungen (Zahlungsempfänger führt das Konto nicht im eigenen Haus) können im PACS.008-Format über die Bundesbank an die Empfängerbank (europaweit) weitergeleitet werden.

Von der Bundesbank können Zahlungsaufträge fremder Banken entgegengenommen werden. Diese werden an das Corebanking-System direkt im XML-Format oder ggf. konvertiert in das Inhouse-Format (DTA) weitergeleitet. vdb/PPM stellt darüber hinaus eine Infrastruktur zur Verfügung, um R-Transaktionen zu initiieren bzw. von der Bundesbank entgegenzunehmen.

Weitere Funktionen bei der Verarbeitung von Überweisungen sind:

 

  • Embargoprüfung

    - Abgleich gegen die US- und EU-Embargonamenslisten (z.B. vom Bundesanzeiger)

  • Prüfung der Vollständigkeit der Auftraggeberdaten (Transparenzrichtlinie)
  • Kontonummern-Namensabgleich

 

SEPA-Lastschrift
Wie im klassischen DTA-Bereich können die SEPA-Lastschriften des Kunden in vdb/PPM importiert, geprüft, abgestimmt, freigegeben und gecleart werden.

Solange das Corebanking-System noch nicht in der Lage ist, XML-Dateien zu verarbeiten, kann eine Konvertierung in das Inhouseformat (in der Regel DTA-Format) erfolgen. In diesem Fall werden die internen SEPA-Lastschriften (Zahlungspflichtiger führt das Konto im eigenen Haus) und die entsprechende Gegenbuchung (Gutschrift auf das Konto des Einreichers) im DTA-Format dem Corebanking-System zur Verfügung gestellt. Die externen SEPA-Lastschriften (Zahlungspflichtiger führt das Konto nicht im eigenen Haus) können über die Bundesbank im PACS.003-Format an die Empfängerbank (europaweit) weitergeleitet werden.

Von der Bundesbank können SEPA-Lastschriften fremder Banken entgegengenommen werden. Diese werden an das Corebanking-System direkt im XML-Format oder ggf. konvertiert in das Inhouse-Format (DTA) weitergeleitet. vdb/PPM stellt darüber hinaus eine Infrastruktur zur Verfügung, um R-Transaktionen zu initiieren bzw. von der Bundesbank entgegenzunehmen.

Weitere Funktionen bei der Verarbeitung von Lastschriften sind:

 

  • Terminverwaltung
  • Embargoprüfung

    - Abgleich gegen die US- und EU-Embargonamenslisten (z.B. vom Bundesanzeiger)

  • Prüfung der Vollständigkeit der Auftraggeberdaten (Transparenzrichtlinie)
  • Kontonummern-Namensabgleich
  • Mandatsprüfung
  • Sperrenprüfung
  • Prüfung der Gläubiger-ID