Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation

Anzeigen von Mandatsänderungen

Zu dieser Verpflichtung findet man keine Angaben in den Bedingungen für den Lastschrifteinzug. Aber in der Anlage 3 zum DFÜ-Abkommen findet man folgende Vorgaben:

Quelle: Anlage 3 der Schnittstellenspezifikation für die Datenfernübertragung zwischen Kunde und Kreditinstitut gemäß DFÜ-Abkommen „Spezifikation der Datenformate“ , Deutsche Kreditwirtschaft, Version 2.6 vom 18.06.2012 gültig ab 17. November 2012

 

Aus dem Aufbau von „Amendment Information Details“ ergeben sich die anzuzeigenden Mandatsänderungen:1)

Quelle: Anlage 3 der Schnittstellenspezifikation für die Datenfernübertragung zwischen Kunde und Kreditinstitut gemäß DFÜ-Abkommen „Spezifikation der Datenformate“ , Deutsche Kreditwirtschaft, Version 2.6 vom 18.06.2012 gültig ab 17. November 2012

 

Anmerkung:Die Verpflichtung zur Anzeige von Mandatsänderungen ist hier sehr technisch beschrieben und ohne Rückgriff auf das EPC-Regelwerk in der Regel unverständlich. Ob hier die Anforderungen an eine Verfahrensbeschreibung erfüllt werden, kann bezweifelt werden.
Insbesondere fehlen Angaben, wann der Kreditor seiner Verpflichtung zur Anzeige einer Änderung nachgekommen ist.

- Reicht die Einreichung der Lastschrift mit der Änderungsanzeige bei seiner Bank?
- Muss die Lastschrift die Bank des Debitors erreichen?
- Muss die Lastschrift eingelöst werden?
- Darf die Lastschrift nicht innerhalb der acht Wochen-Frist zurückgegeben werden?

EPC-Regelwerk

4.6 Description of the Process Steps:

PT-02.02 – Mandate Amendment Procedures:
Description:
The Creditor must dematerialise the Mandate, archive the document, and send the information on the amended Mandate to the Creditor Bank if the changes in the Mandate are of any concern for the Creditor Bank or for the Debtor Bank, as part of the next Collection.
The Creditor or the Debtor can amend the Mandate at any time.
The amendments of the Mandate that are of concern for the Creditor Bank or for the Debtor Bank, are the following:

  • The Creditor needs to change the unique Mandate reference of an existing Mandate because of internal organisational changes ( restructuring)
  • The Creditor identity has changed due to the merger, acquisition, spin-off or organisational changes
  • The Creditor has changed his name
  • The Debtor decides to use another account within the same bank or in another bank

The Creditor and the Debtor are responsible and liable for the amendment of the Mandate characteristics for which they are responsible should one or more of these characteristics change during the lifetime of the Mandate.


When the identity of the Creditor has changed because of merger or acquisition, the ‘new’ Creditor must inform the Debtor of the related mandate amendments by any means (letter, mail …) to avoid any further dispute by the Debtor on a Collection, not recognizing the Creditor name or identifier on his account statement.


The Creditor must issue a direct debit respecting the time-cycle of the first direct debit, when the cause of the amendment is that the Debtor decides to use another account in another bank.


Debtor Banks which have changed their BIC and / or the IBAN of the Debtor but which remain the same entity should not reject a Collection due to sequence type ‘first’.


Information Output:
The Mandate amendment data sent by the Creditor as part of the next Collection.

 

4.8 Business Requirements for Attributes:

4.8.24 AT-24 – The Reason for Amendment of the Mandate:
Description:
This code describes the reason for the amendment by the Creditor and/or the Debtor
Value range:
Change of AT-01 (the Creditor defining a new unique Mandate reference )
Change of AT-02 (new Creditor Identifier Information)
Change of AT-03 (The Name of the Creditor)
Change 1 of AT-07 ( the Debtor specifying another account to be debited in the same bank )
Change 2 of AT-07 (the Debtor specifying another account to be debited in another bank)
Change of AT-01 and change of AT-02

Quelle: EPC016-06 Version 7.0 Approved SEPA CORE DIRECT DEBIT SCHEME RULEBOOK


Anmerkung: Die Vorgaben des EPC-Regelwerks wurden in die Bedingungen für den Lastschrifteinzug von der DK nicht übernommen.

 

1) Der bisher gültige Wert, der aufgrund einer Mandatsänderung durch einen aktuellen Wert ersetzt wird, ist der ersten Lastschrift, die mit der neuen Mandats-Version erstellt wird, mitzugeben. Teilweise wird der Wert erst in der fünften Ebene angegeben. Die Beschreibung der Elemente ist auch gewöhnungsbedürftig.


 

Zusammenfassung:
Folgende Änderungen von Datenelementen eines Mandats sind anzeigepflichtig:

- Mandats-ID
- Kreditor-ID (Gläubiger-ID)
- Name des Kreditors
- IBAN des Debitors
- BIC der Bank des Debitors.

Bei der Änderung der Bankverbindung wird nicht der bisher gültige BIC in den Änderungs-Details mitgegeben, sondern die Konstante SMDA (Same Mandat New Debtor Agent). Darüber hinaus wird diese Lastschrift zu einer Erstlastschrift, d.h. der Lastschrift-Typ (= Sequence Type) besitzt den Wert “FRST“.

Kommentar: Die Verpflichtung zur Anzeige von Mandatsänderungen ist hier sehr technisch beschrieben und ohne Rückgriff auf das EPC-Regelwerk in der Regel unverständlich. Ob hier die Anforderungen an eine Verfahrensbeschreibung erfüllt werden, kann bezweifelt werden.

Insbesondere fehlen Angaben, wann der Kreditor seiner Verpflichtung zur Anzeige einer Änderung nachgekommen ist.

- Reicht die Einreichung der Lastschrift mit der Änderungsanzeige bei seiner Bank?
- Muss die Lastschrift die Bank des Debitors erreichen?
- Muss die Lastschrift eingelöst werden?
- Darf die Lastschrift nicht innerhalb der acht Wochen-Frist zurückgegeben werden?