Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation

SEPA-Lastschrift: Mandatsdaten

Für den Kreditor schreibt der Inkassovertrag vor:

Für den Kreditor enthalten die Bedingungen für den Lastschrifteinzug folgende Angaben zu den Mandatsdaten:
„4.4 SEPA-Lastschriftmandat
4.4.1 Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats (SEPA Direct Debit Mandate)
Der Kunde muss vor Einreichung von SEPA-Basislastschriften vom Zahler ein SEPA-Lastschriftmandat einholen. In dem SEPA-Lastschriftmandat müssen die folgenden Erklärungen des Zahlers enthalten sein:

- Ermächtigung des Kunden durch den Zahler, Zahlungen vom Konto des Zahlers mittels SEPA-Basislastschrift einzuziehen, und 

- Weisung des Zahlers an seinen Zahlungsdienstleister, die vom Kunden auf das Konto des Zahlers gezogenen SEPA-Basislastschriften einzulösen.

- Name des Kunden, seine Adresse und seine Gläubiger-Identifikationsnummer (diese wird für in Deutschland ansässige Kunden von der Deutschen Bundesbank vergeben, siehe http//glaubiger-id.bundesbank.de),

- Angabe, ob das Mandat für wiederkehrende Zahlungen oder eine einmalige Zahlung gegeben wird,

- Name, Adresse, Kontoverbindung und Unterschrift des Zahlers, sowie 

- Datum der Unterschrift des Zahlers,

- bezeichnet in Verbindung mit der Gläubiger-Identifikationsnummer das jeweilige Mandat eindeutig, 

- ist bis zu 35 alphanumerische Stellen lang und

- kann bereits im Mandat enthalten sein oder muss dem Zahler nachträglich bekannt gegeben werden.


Der Kunde muss hierzu den als Anlage A.3 beigefügten Text oder einen inhaltsgleichen Text in einer Amtssprache der in Anlage C genannten Staaten und Gebiete gemäß den Vorgaben des European Payments Council (siehe http://www.europeanpaymentscouncil.eu/) verwenden.


Zusätzlich müssen folgende Angaben im Mandat enthalten sein:

Die vom Kunden individuell vergebene Mandatsreferen

Über die genannten Daten hinaus kann das SEPA-Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten.

Für den Debitor gilt:

„SEPA-Lastschriftmandat"


Anlage A.3 – Text für das SEPA-Lastschriftmandat des Zahlers im SEPA-Basislastschriftverfahren:


"Ich ermächtige (Wir ermächtigen) [Name des Zahlungsempfängers] , Zahlungen von meinem (unserem) Konto mittels Lastschrift einzuziehen.

Zugleich weise ich mein (weisen wir unser) Kreditinstitut an, die von [Name des Zahlungsempfängers] auf mein (unser) Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.


Hinweis:

Ich kann (Wir können) innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem (unserem) Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.“

 

Quelle: Bedingungen für den Lastschrifteinzug der DKB Deutsche Kreditbank AG, Stand: 09. Juli 2012


Anmerkung: Kunde ist hier der Kreditor (als Kunde der Bank).

Für den Kunden als Debitor schreibt der Inkassovertrag vor:

Für den Debitor enthalten die Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren folgende Angaben zu den Mandatsdaten:
„2.2 SEPA-Lastschriftmandat
2.2.1 Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats (SEPA Direct Debit Mandate)
….
In dem SEPA-Lastschriftmandat müssen die folgenden Erklärungen des Kunden enthalten sein:

- Ermächtigung des Zahlungsempfängers, Zahlungen vom Konto des Kunden mittels SEPA-Basis-Lastschrift einzuziehen und

- Weisung an die Bank, die vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezogenen SEPA-Basis-Lastschriften einzulösen.

- Bezeichnung des Zahlungsempfängers,

- eine Gläubigeridentifikationsnummer,

- Kennzeichnung als einmalige oder wiederkehrende Zahlung, 

- Name des Kunden,

- Bezeichnung der Bank des Kunden und

- seine Kundenkennung (siehe Nummer 2.1.2).


Das SEPA-Lastschriftmandat muss folgende Autorisierungsdaten enthalten:

Über die Autorisierungsdaten hinaus kann das Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten.


2.1.2 Kundenkennungen
Für das Verfahren hat der Kunde die ihm mitgeteilte IBAN1 und den BIC2 der Bank als seine Kundenkennung gegenüber dem Zahlungsempfänger zu verwenden, da die Bank berechtigt ist, die Zahlung der SEPA-Basis-Lastschrift ausschließlich auf Grundlage der ihr übermittelten Kundenkennung auszuführen.
Die Bank und die weiteren beteiligten Stellen führen die Zahlung an den Zahlungsempfänger an Hand der im Lastschriftdatensatz vom Zahlungsempfänger, als dessen Kundenkennung angegebenen IBAN und BIC aus.


1 International Bank Account Number (Internationale Bankkontonummer).
2 Bank Identifier Code (Bank-Identifizierungs-Code).“


Quelle: Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren der DKB Deutsche Kreditbank AG, Stand: 09. Juli 2012


Anmerkung: Kunde ist hier der Debitor (als Kunde der Bank).

Kommentar: Die über die genannten Daten hinaus in dem SEPA-Lastschriftmandat enthaltenen zusätzlichen Angaben werden im Anhang 3 zum DFÜ-Abkommen erwähnt.

Datenelemente des Mandats

Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der einzelnen Datenelemente des Mandats. Die erste Spalte enthält die Attribut-Nummer aus dem Regelwerk des EPC, die zweite Spalte die Bezeichnung. In der dritten Spalte wird für den Debitor und in der vierten Spalte für den Kreditor angegeben, wo das Datenelement in dem Regelwerk der Deutschen Kreditwirtschaft beschrieben ist:


1: Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren,

2: Bedingungen für den Lastschrifteinzug,

3: Anlage 3 der Schnittstellenspezifikation für die Datenfernübertragung zwischen Kunde und Kreditinstitut gemäß DFÜ-Abkommen „Spezifikation der Datenformate“

4: Inkassovertrag.


Die fünfte Spalte gibt an, ob dieses Datenelement aufgrund des DK-Regelwerkes verpflichtend (M) oder freiwillig (O) ist.

AttributBezeichnungDebitorKreditor

DK-Regel-

werk

AT-01Mandatsreferenz1 nur indirekt2,3M
AT-02Kreditor-ID 12,3M
AT-03Name des Kreditors12,3M
AT-05Adresse des Kreditors -2,3M
AT-07IBAN des Debitors12,3M
AT-08Referenznummer des zugrunde liegenden Vertrages--O
AT-09Adresse des Debitors -2,3M
AT-13BIC des Debitors12,3M

AT-14

Name des Debitors12,3M
AT-15Name des Schuldners--,3O
AT-20Lastschrift-Art (CORE/B2B)12,3M
AT-21ALastschrift-Typ (wiederkehrende Zahlung / einmalige Zahlung)12,3M
AT-21BLastschrift-Typ (Erst-Lastschrift, Folge-Lastschrift und letzte Lastschrift)-2,3M
AT-25BDatum der Unterschrift 1 nur indirekt2,3M
AT-27ID des Debitors--,3O
AT-33Unterschrift(en) des Debitors14M
AT-37ID des Schuldners --,3O
AT-38Name des Gläubigers--,3O
AT-39ID des Gläubigers--,3O

EPC-Regelwerk

4.7.2 DS-01 - The Mandate:

… The Mandate document must contain the field identifiers, followed by the necessary blank space in which to fill the required data items. The identifiers on the Mandates must be in at least one and up to three languages of the country of residence of the Debtor, together with English if the Creditor is not able to determine with reasonable certainty the language of the Debtor in advance of the Mandate being created. It can be issued in a personalised way by the Creditor, already containing the data items specific for the Creditor.
The design of Mandates must comply with the requirements set out below.
The Scheme does not standardise the font or colours or format of the Mandate or the order of the attributes used for the Mandate, although the Creditor should always ensure that the Mandate information is clearly legible. The reverse side of a Mandate must not set out any information that might be misunderstood by the
Debtor to be part of the Mandate.
The Scheme requires the Mandate to have a clear heading entitled »SEPA Direct Debit Mandate«. The presence of the word »SEPA« is mandatory in the heading. The word can be present in two ways: or as part of the form name as in the illustration above, or by adding ‘SEPA’ between brackets in front or behind the form name.
The following attributes are to be contained within the Mandate:


Mandate attributes:

 

Unique Mandate reference:

  • Name of the Debtor (line 1)

  • Address of the Debtor (line 2)

  • Postal code/city of the Debtor (line 3)

  • Debtor’s country of residence (line 4)

  • Debtor’s account number IBAN (line 5)

  • The BIC code of the Debtor Bank (line 6)

  • Creditor company name (line 7)

  • Creditor’s identifier (line 8)

  • Creditor’s address street and number (line 9)

  • Creditor’s postal code and city (line 10)

  • Country of the Creditor (line 11)

  • Type of payment (line 12)

  • Signature place and time (line 13)

  • Signature(s)

 

Additional attributes for information only:

  • Debtor identification code (line 14)

  • Identification code of the Debtor Reference Party (line 16)

  • Name of the Creditor Reference Party (line 17)

  • Identification code of the Creditor Reference Party (line 18)

  • An Underlying contract identifier (line 19)

  • Contract description (line 20)


‘Creditor’s use only’ box
The only additional information permitted on the Mandate is an optional area for a Creditor’s »Creditor’s Use only«, and the Creditor’s company logo. The Creditor’s »Creditor’s Use only« area is provided solely for the internal use of the Creditor, may only be used after the signing by the Debtor for internal purposes, and must not be forwarded to the Creditor Bank in the dematerialised format of the Mandate.


Quelle: EPC016-06 Version 7.0 Approved SEPA CORE DIRECT DEBIT SCHEME RULEBOOK

 

Anmerkung: Unklar ist, was in dem DK-Regelwerk mit »Über die genannten Daten hinaus kann das SEPA-Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten.« gemeint ist. Sind damit die Datenelemente des EPC gemeint, die in den Bedingungen für den Lastschrifteinzug nicht aufgelistet sind, oder sind damit Informationen z.B. zur Pre-Notifications-Frist gemeint?