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Optionen und Erfolgsfaktoren

Käuferschutz

Durch Instant Payments lässt sich ein gewisser Käuferschutz gewährleisten. Bestehende Bezahlverfahren bieten einen Käuferschutz an, wenn etwa der gekaufte Artikel nicht ankommt oder der gekaufte Artikel ganz und gar nicht der Beschreibung entspricht. In diesem Fall meldet sich der Käufer bei dem Betreiber des Bezahlverfahrens und erhält im berechtigten Fall, das Geld zurück.


Beim SEPA-Lastschriftverfahren hat der Zahlungspflichtige innerhalb von 8 Wochen nach Belastung das Recht der Rückerstattung des eingezogenen Betrags.


Bei Instant Payments kann bei einer Internet- bzw. Mobile-Zahlung der Händler dem Kunden, wie bei der SEPA-Lastschrift, innerhalb von 8 Wochen das Recht der Rückerstattung einräumen.


Das Risiko für den Händler entspricht dem der SEPA-Lastschrift. Deshalb kann er diesen Käuferschutz ausgewählten Kunden einräumen. Technisch wird dies mit Hilfe eines speziellen Wertes für den Purpose-Code, den Service Level oder den Local-Instrument-Code realisiert. Der PSP des Empfängers behandelt diesen Zahlungseingang unter Risikogesichtspunkten wie einen Lastschrifteingang.


POS-Anbindung

Der Händler vereinbart (über seine Hausbank) mit dem CSM Service-Level, wie z.B.:

  • Verschlüsselte Anfragen des Händlers.
  • Privilegierter Zugang für die Anfrage (z.B. durch reservierte IP-Adressen).
  • Garantierte Reaktionszeiten.


Anonymes Bezahlen

Durch einen speziellen Wert für den Purpose-Code, den Service Level oder Local-Instrument Code weist der Zahler den PSP des Zahlungsempfängers an, seine persönlichen Daten wie:

  • Name
  • Adresse
  • Kontoverbindung

nicht an den Zahlungsempfänger weiterzuleiten (papierhafter und elektronischer Kontoauszug).


Elektronischer Kassenbon

Mit den Zahlungsdaten übermittelt die Kasse auch eine URL, mit deren Hilfe ein elektronischer Kassenbon heruntergeladen und ausgewertet werden kann. Ein entsprechender standardisierter Aufbau des Bons vorausgesetzt, kann dann die Auswertung durch das Personal Finance Management erfolgen.

Erfolgsfaktoren

Wichtige Erfolgsfaktoren sind:

  • Time to Market

"Es soll dem Konsumenten kurzfristig mindestens eine EU-weite Instant Payments-Lösung zur Verfügung gestellt
werden." (Quelle: Pan-European instant payments in euro: definition, vision and way forward, ECB , 12.11.2014

Trotz der Komplexität der Aufgabenstellung könnte das Ende 2016 sein, denn die Einführung der Instant Payments kann schrittweise erfolgen.

  1. Eine Pilotgruppe von PSP bietet ihren Kunden Instant Payments als Bezahlverfahren an.
  2. Innerhalb der Gruppe werden die Instant Payments sofort dem Konto des Empfängers gutgeschrieben.
  3. Unterstützt ein PSP die Instant Payments noch nicht, so wird die Überweisung als SCT durchgeführt.
  4. Unabhängig davon kann der Zahlungsempfänger sofort die Zahlungsgarantie beim CSM anfordern.


  • P2P-Zahlungen

Gelingt es Instant Payments, sich im P2P-Bereich zu etablieren, so wird der Konsument diese Zahlungsmethode, wie Erfahrungen aus Dänemark zeigen, auch am POS und im Internet nutzen.


  • Einbindung aller Marktteilnehmer beim Design und bei der Implementierung Anlässlich der Informationsveranstaltung des International Bankers Forum (IBF) am 28. Mai hat der Handel eine kooperative Entwicklung zwischen Banken/Dienstleistern und Akzeptanten vorgeschlagen. Aus Sicht des Handels bringt die Kreditwirtschaft Reichweite, Vertrauen und Erfahrung ein und gewährleistet die handelsneutrale Abwicklung. Die Kreditwirtschaft genießt gegenüber „privaten“ Anbietern einen Vertrauensbonus. Eine strikte Trennung von Issuing und Acquiring ist möglich. Die sofortige Information über Zahlungseingang und Verfügungsgewalt sichert die Neutralität auf Handelsseite. Die Banken sollten auf dieses Angebot eingehen.


  • Schnelligkeit des Bezahlvorgangs am POS

Nach wie vor werden die meisten Zahlungen am POS geleistet. Das Bezahlverfahren, das sich hier etabliert, legt
die Bedeutung des Bank-Kontos fest. Der Kampf um das Konto wird am POS entschieden. Dabei gilt folgender Benchmark:

  1. Gesamter Kartenzahlungsvorgang: 15-20 Sek Zeitfenster
  2. Autorisierungsanfrage/-Antwort: 2-3 Sek


  • Systemsicherheit 

Das System muss sicher sein in Bezug auf Verhinderung von Betrug auf Seiten des Konsumenten, Verhinderung von Betrug auf Seiten des Zahlungsempfänger und Ausfallsicherheit.