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Standardisierungsaktivitäten der GS1

Die folgende Kommunikationskette bildet den Bezahlprozess im Rahmen von Instant Payments ab:

Für den oberen Bereich, d.h. die Kommunikation zwischen der Käufer- und der Händlerbank hat das European Payment Council (EPC) ein Regelwerk verabschiedet. Die EBA Clearing hat auf dieser Basis den Betrieb im November 2017 aufgenommen, 6 weitere Clearing and Settlement Mechanism (CSMs) (s.Kapitel 2.8) folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Laut EPC, haben 585 Banken das Adherence Agreement des EPC unterzeichnet und sind am 21.11.2017 live gegangen. Die deutsche Sparkassen Finanzgruppe startet am 10.07.2018 mit Instant Payments.

Das Auslösen der Zahlung erfolgt durch die Bezahl-App der Banken bzw. Drittanbieter. Wie jedoch der Informationsaustausch zwischen Kasse und Bezahl-App erfolgt und wie die Kasse erfährt, dass das Geld bei der Händlerbank angekommen ist, ist für die Banken „Out of Scope“. Der deutsche Handel sieht es als seine Aufgabe, hier entsprechende Standards zu etablieren und die verbliebenen nicht standardisierten „Lücken“ in der Kommunikationskette zu schließen.

Der deutsche Handel hat diese Aktivitäten in die Hände der GS1 gelegt. Die GS1 Germany ist mit 160 Mitarbeitern eines der größten Unternehmen des internationalen Verbunds Global Standards One und vertritt die Interessen deutscher Unternehmen im weltweiten Kontext der Standardisierung.

Gegründet wurde sie 1974 von Handel und Industrie als Centrale für Coorganisation. Auch die Kooperation mit den Gesellschaftern EHI Retail Institute und dem deutschen Markenverband trägt noch heute zur Markt- und Kundenorientierung bei. GS1 Germany begleitet die Entwicklung und Implementierung offener, branchen-übergreifender, weltweit gültiger Standards.

Im Rahmen der Standardisierungsaktivitäten bezüglich Instant Payments wurden die folgenden Standardisierungsbedarfe festgelegt:

Die Ergebnisse aus den Standardisierungsaktivitäten werden im Herbst dieses Jahres veröffentlicht.