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Firmen-Lastschrift

Legende für SEPA-Firmen-Lastschrift
Der Kreditor (Zahlungsempfänger) beantragt bei der Deutschen Bundesbank die Zuteilung einer Kreditor-ID.

-1. Einholen der Kreditor-ID

Der Kreditor (Zahlungsempfänger) beantragt bei der Deutschen Bundesbank die Zuteilung einer Kreditor-ID. Die Bundesbank teilt die Kreditor-ID zu und übermittelt die Kreditor-ID per Mail als PDF-Schreiben an den Kreditor.

Der Kreditor (Zahlungsempfänger) schließt mit seiner Bank den Inkasso-Vertrag, der Grundlage für die Einreichung von SEPA-Lastschriften ist.

0. Abschluss des Inkasso-Vertrags

Der Kreditor (Zahlungsempfänger) schließt mit seiner Bank den Inkasso-Vertrag, der Grundlage für die Einreichung von SEPA-Lastschriften ist. Der Inkassovertrag regelt die Rechte und Pflichten der beiden beteiligten Vertragspartner. Insbesondere wird auch hier der Leistungsumfang der Kreditorbank festgelegt.

  • Festlegung der XML-Formate, mit denen der Kreditor die Lastschrift einreichen kann.
  • Festlegung, ob ein Storno vor der Verrechnung möglich ist und wie die Einreichung des Stornos erfolgt (als XML-Datei, telefonisch, per Fax usw.).
  • Festlegung, ob und wie Rückweisungen (Refusals) avisiert werden.
  • Festlegung der Cut-Off Zeiten (Einreichungszeiten).
Der Kreditor stellt dem Debitor (Zahlungspflichtiger) das Formular für das Mandat zur Verfügung.

1. Vordruck Mandat

Der Kreditor stellt dem Debitor (Zahlungspflichtiger) das Formular für das Mandat zur Verfügung. Bei Bestandskunden besteht die Möglichkeiten, das Mandatsformular zu personalisieren, so dass der Debitor nur noch das Datum einzutragen und das Mandat zu unterschreiben hat.  Es besteht auch die Möglichkeit, das Mandat elektronisch zu erteilen.

 

2. Erteilung des Mandats

Der Debitor ergänzt die benötigten Angaben (falls erforderlich):

  • Vorname und Name (Kontoinhaber)
  • Postleitzahl und Ort (Kontoinhaber)
  • Kreditinstitut (Name und BIC)
  • IBAN
  • Vorname und Name des Vertragspartners (Schuldner aus dem Vertragsverhältnis, wenn vom Kontoinhaber (Debitor) abweichend)
  • Datum, Ort und Unterschrift

Das Mandat wird nach Erhalt vom Kreditor dematerialisiert. Da der Kreditor verpflichtet ist, auf Anforderung seiner Bank eine Kopie des Mandats (ggf. mit allen Änderungen) zur Verfügung zu stellen, wird eine entsprechende Mandatsverwaltung benötigt.

 

2a. Weiterleitung der Mandatskopie
Der Debitor stellt seiner Bank eine Kopie des Mandats zur Verfügung.

Vor dem Einzug informiert der Kreditor den Debitor über den geplanten Einzug.

3. Pre-Notification

Vor dem Einzug informiert der Kreditor den Debitor über den geplanten Einzug. Dies geschieht durch eine separate Information oder aber als Teil der Rechnung oder des Vertrags.

 

Bei Folgelastschriften kann diese Mitteilung entfallen, wenn der Kunde zuvor über die Beträge und die Einzugstermine informiert wurde.

Mit der SEPA-Lastschrift werden Daten aus dem Mandat mit übertragen.

4. Einreichung der Lastschrift

Mit der Lastschrift werden Daten aus dem Mandat mit übertragen. Dies sind:

  • Kreditor-ID
  • Mandats-ID
  • Datum der Mandatserteilung
  • Name des Debitors
  • Adresse des Debitors (optional)
  • IBAN des Debitors
  • BIC der Bank des Debitors
  • Art der Lastschrift (Core oder B2B)
  • Typ der Lastschrift (Erst-, Folge-, Einmal-Lastschrift oder letzte Lastschrift)
  • Name des Vertragspartners (Schuldner, wenn vom Kontoinhaber (Kreditor) verschieden)

Mit der Lastschrift wird auch der Zeitpunkt mitgegeben, an dem der Einzug erfolgen soll (Fälligkeitstermin). Eine B2B-Lastschrift muss einen TARGET2-Arbeitstage vor dem Fälligkeitstermin bei der Bank des Debitors vorliegen. Dementsprechend rechtzeitig muss der Kreditor die Lastschrift bei seiner Bank einreichen.

 

5. Weiterleitung der Lastschrift

Die Bank des Kreditors prüft die Lastschrift auf Vollständigkeit und auf Gültigkeit der Kreditor-ID. Fehlerfreie Lastschriften leitet sie direkt oder über eine Clearing- und Settlement-Infrastruktur (z.B. die Deutsche Bundesbank) an die Bank des Debitors weiter. Die Bank des Debitors prüft, ob zu der eingereichten Lastschrift ein Mandat vorliegt. Ist dies nicht der Fall, weist die Bank des Debitors die Lastschrift zurück.

 

6. Avisierung der Lastschrift

Im Rahmen eines value added services (VAS) kann die Bank des Debitors den Debitor über die anstehende Lastschrift informieren. Die Information über anstehende Lastschriften kann durch ein Avis erfolgen. Der im SEPA Umfeld verwendete ISO20022 Standard stellt hier entsprechende Nachrichtentypen zur Verfügung.

 

Über die anstehende Lastschrift kann auch durch den Kontoauszug informiert werden, die Belastung erfolgt dann mit Wertstellung (Fälligkeitstermin). Ob die Bank die Buchung sofort oder erst am Fälligkeitstermin durchführt, liegt im Ermessen der Bank des Debitors.

Aufgrund des in der Lastschrift mitgegebenen Fälligkeitstermins berechnet die Bank das Verrechnungsdatum.

Aufgrund des in der Lastschrift mitgegebenen Fälligkeitstermins berechnet die Bank das Verrechnungsdatum. Das Verrechnungsdatum ist in der Regel das vom Kreditor gewünschte Belastungsdatum. Fällt das gewünschte Belastungsdatum auf einen nicht-TARGET2-Arbeitstag, so ergibt sich als Verrechnungsdatum der nächste TARGET2-Arbeitstag.


Am Verrechnungstag (in der Regel der Fälligkeitstermin) erfolgt die Belastung des Kontos des Debitors. An diesem Tage verrechnet die Bank des Debitors mit der Bank des Kreditors (ggf. über die Clearing- und Settlement-Infrastruktur). In der Regel erhält auch der Kreditor am Verrechnungstag seine Gutschrift.


13. Belastung des Kontos des Debitors

Am Verrechnungstag wird das Konto des Debitors belastet.

 

14. Gutschrift auf das Konto des Kreditors

Am Verrechnungstag erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Kreditors.

 

17. Kontoauszugsinformation

Am Verrechnungstag oder später erhält der Debitor auf seinen Kontoauszug die Information über die Belastung auf seinem Konto.

 

18. Kontoauszugsinformationen

Am Verrechnungstag oder später erhält der Kreditor auf seinem Kontoauszug die Information über die Gutschrift.

Die Möglichkeit des Stornos ist ein value added service, den die Bank des Kreditors dem Kreditor anbieten kann.

7. Storno
Die Möglichkeit des Stornos ist ein value added service, den die Bank des Kreditors dem Kreditor anbieten kann.
Der Kreditor beauftragt seine Bank, die Lastschrift zu stornieren. Wie diese Beauftragung erfolgt ist im Inkassovertrag festgelegt. Der ISO20022 Standard bietet mit dem Nachrichtentyp CAMT.055 die Möglichkeit, diesen Vorgang zu automatisieren.


8. Weiterleitung des Stornos
Die Bank des Kreditors leitet den Storno im Format CAMT.056 an die Bank des Debitors weiter.


9. Avis des Stornos

Die Bank des Debitors kann den Debitor über den Storno informieren. Diese Vorabinformation ist ebenfalls ein value added service.

   

13. Belastung des Kontos des Debitors/VRK
Der Storno erreicht die Bank des Debitors, bevor die Lastschrift eingelöst wurde. Es besteht deshalb die Möglichkeit, die am Verrechnungstag vorgesehene Belastung des Kontos des Debitors nicht durchzuführen. In diesem Fall erfolgt die Belastung auf einem internen Verrechnungskonto, dem dann auch der Storno gutgeschrieben wird.

 

14. Gutschrift auf das Konto des Kreditors

Am Verrechnungstag erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Kreditors.

 

15. Gutschrift (Storno) auf Konto des Debitors/VRK

Am Verrechnungstag erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Debitors. Die Belastung und die Gutschrift kann auch auf einen bankinternen Verrechnungskonto durchgeführt werden.

16. Belastung des Kontos des Kreditors

Die Belastung aufgrund des Stornos erfolgt am Verrechnungszeitpunkt auf dem Konto des Kreditors.

 

17. Kontoauszugsinformation
Der Kontoauszug zeigt die Belastung durch die SEPA-Lastschrift und die Gutschrift durch den Storno an. Die Buchungen können auf dem Konto des Debitors oder einem internen Verrechnungskonto erfolgen.

 

18. Kontoauszugsinformationen
Der Kontoauszug zeigt die Gutschrift der Lastschrifteinreichung und die Belastung durch den Storno auf.

Aufgrund der Vorlauffrist von einem Tag kann die Lastschrift von dem Debitor zurückgewiesen werden.

Aufgrund der Vorlauffrist von einem Tag kann die Lastschrift von dem Debitor zurückgewiesen werden. Aufgrund der Pre-Notification (siehe 3) oder des Avis der Bank des Debitors weiß der Debitor, dass zum Fälligkeitstermin eine entsprechende Lastschrift seinem Konto belastet werden soll.

 

10. Rückweisung
Der Debitor weist seine Bank an, die anstehende und noch nicht seinem Konto belastete Lastschrift zurück zu weisen. Die Art und Weise, wie diese Rückweisung erfolgt, wird bilateral (z.B. im Rahmen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen) zwischen Debitor und der Bank des Debitors festgelegt.

 

11. Weiterleitung der Rückweisung

Die Rückweisung wird von der Bank des Debitors an die Bank des Kreditors weitergeleitet.

12. Avisierung der Rückweisung

Im Rahmen eines VAS , kann die Bank des Kreditors den Kreditor über die erfolgte Rückweisung informieren. Die Art und Weise wird bilateral festgelegt.

 

13. Belastung des Kontos des Debitors/VRK

Die Rückweisung durch den Kunden erfolgt bevor die Lastschrift eingelöst wurde. Es besteht deshalb die Möglichkeit, die am Verrechnungstag vorgesehene Belastung des Kontos des Debitors nicht durchzuführen. In diesem Fall erfolgt die Belastung auf einem internen Verrechnungskonto, dem dann auch die Rückweisung gutgeschrieben wird.

 

14. Gutschrift auf das Konto des Kreditors

Am Verrechnungstag erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Kreditors.


15. Gutschrift (Storno) auf dem Konto des Debitors/VRK
Am Verrechnungstag erfolgt die Gutschrift auf dem Konto des Debitors. Die Belastung und die Gutschrift kann auch auf einen bankinternen Verrechnungskonto durchgeführt werden.

16. Belastung des Kontos des Kreditors

Die Belastung aufgrund der Rückweisung erfolgt am Verrechnungszeitpunkt auf dem Konto des Kreditors.

 

17. Kontoauszugsinformation
Der Kontoauszug zeigt die Belastung durch die SEPA-Lastschrift und die Gutschrift durch die Rückweisung an. Die Buchungen können auf dem Konto des Debitors oder einem internen Verrechnungskonto erfolgen.

 

18. Kontoauszugsinformationen
Der Kontoauszug zeigt die Gutschrift der Lastschrifteinreichung und die Belastung durch die Rückweisung.

Aufgrund der Vorlauffrist von einem Tage kann die Lastschrift von der Bank des Debitors zurückgewiesen werden.

Aufgrund der Vorlauffrist von einem Tage kann die Lastschrift von der Bank des Debitors zurückgewiesen werden (z.B., weil das Konto erloschen ist).


11. Weiterleitung der Rückweisung

(s. Rückweisung durch den Kunden)

 

12. Avisierung der Rückweisung

(s. Rückweisung durch den Kunden)

 

13. Belastung des Kontos des Debitors/VRK

(s. Rückweisung durch den Kunden)

14. Gutschrift (Storno) auf das Konto des Kreditors

(s. Rückweisung durch den Kunden)
 

15.Gutschrift (Storno) auf Konto des Debitors/VRK

(s. Rückweisung durch den Kunden)

 

16. Belastung des Kontos des Kreditors

(s. Rückweisung durch den Kunden)

 

17. Kontoauszugsinformation

(s. Rückweisung durch den Kunden)

 

18. Kontoauszugsinformationen

(s. Rückweisung durch den Kunden).

Nach der Verrechnung (d.h. der Belastung des Debitors und der Gutschrift auf dem Konto des Kreditors) kann der Kreditor einen Teil oder den gesamten Betrag zurückgeben.

Nach der Verrechnung (d.h. der Belastung des Debitors und der Gutschrift auf dem Konto des Kreditors) kann der Kreditor einen Teil oder den gesamten Betrag zurückgeben (Reversal).


Die Möglichkeit der Rückrechnung ist ein value added service, den die Bank des Kreditors dem Kreditor anbieten kann.

 

19. Rückrechnung

Der Kreditor beauftragt seine Bank, den Betrag der Lastschrift zurück zu geben. Wie diese Beauftragung erfolgt, ist im Inkassovertrag festgelegt. Der ISO20022 Standard bietet mit dem Nachrichtentyp PAIN.007 die Möglichkeit, diesen Vorgang zu automatisieren.

 

20. Weiterleitung der Rückrechnung

Die Bank des Kreditors leitet die Rückrechnung an die Bank des Debitors weiter.

 

21. Gutschrift auf dem Konto des Debitors

Der Betrag der Rückrechnung wird dem Konto des Debitors gutgeschrieben, sobald die Bank des Debitors die Gutschrift für diesen Betrag selber erhalten hat.

 

22. Belastung auf dem Konto des Kreditors

Das Konto des Kreditors wird belastet.

 

23.Kontoauszugsinformation

Die Gutschrift auf dem Konto des Debitors wird durch den Kontoauszug mitgeteilt.

 

24. Kontoauszugsinformationen

Die Belastung auf dem Konto des Kreditors wird durch den Kontoauszug mitgeteilt

Nachdem die Lastschrift auf dem Konto des Debitors eingelöst wurde, kann sie nicht mehr von dem Debitor zurückgegeben werden.

Nachdem die Lastschrift auf dem Konto des Debitors eingelöst wurde, kann sie nicht mehr von dem Debitor zurückgegeben werden.

Bis zu 2 Tage nach der valutarischen Belastung des Kontos des Debitors hat die Bank des Debitors die Möglichkeit, die Lastschrift zurückzugeben

Bis zu 2 Tage nach der valutarischen Belastung des Kontos des Debitors hat die Bank des Debitors die Möglichkeit, die Lastschrift zurückzugeben (z.B. wenn keine Deckung vorhanden ist).


30. Weiterleitung der Rückgabe

Die Bank des Debitors leitet die Rückgabe die Bank des Kreditors weiter.

 

31. Gutschrift auf dem Konto des Debitors

Der ursprüngliche Lastschriftbetrag wird dem Konto des Debitors gutgeschrieben.


32. Belastung des Konto des Kreditors

Die deutschen Kreditinstitute erheben in der Regel, wie auch bei dem Lastschrifteinzugsverfahren heute üblich, eine Rücklastschriftgebühr in Höhe von 3.00 EUR. Auch die Bank des Kreditors wird in der Regel eine Rücklastschriftgebühr erheben. Diese Rücklastschriftgebühren werden gemeinsam mit dem ursprünglichen Betrag dem Konto des Kreditors belastet.

Kommt die Bank des Debitors zu dem Ergebnis, dass ein ungültiges Mandat vorliegt, wird sie sich mit der Bank des Kreditors über die Art und Weise der Rückabwicklung verständigen.

 

33. Kontoauszugsinformationen

Der Debitor wird durch den Kontoauszug über die erfolgte Gutschrift der Rückgabe informiert.

34. Kontoauszugsinformation

Der Kreditor wird durch seinen Kontoauszug über die durchgeführte Kontobelastung auf Grund der Rückgabe informiert.

Bis zu 13 Monaten nach Belastung seines Kontos besteht die Möglichkeit der Rückgabe, wenn der Lastschrift kein gültiges Mandat zugrunde lag.

Bis zu 13 Monaten nach Belastung seines Kontos besteht die Möglichkeit der Rückgabe, wenn der Lastschrift kein gültiges Mandat zugrunde lag. In diesem Fall ist die Bank des Debitors jedoch verpflichtet, vor der Rückgabe sich davon zu überzeugen, ob tatsächlich kein gültiges Mandat vorhanden war.

 

Kommt die Bank des Debitors zu dem Ergebnis, dass ein ungültiges Mandat vorliegt, wird sie die Lastschrift zurückgeben (Schritte 30 - 34).

Kommt sie zu dem Ergebnis, dass das Mandat gültig ist, so informiert sie den Debitor über ihre Entscheidung.

 

25. Rückgabe

Der Debitor beauftragt seine Bank mit der Rückgabe der Lastschrift wegen eines nicht autorisierten Mandats. Bilateral (in der Regel im Rahmen der Allgemeinen Geschäftsbedingung) wird vereinbart, wie diese Rückgabe zu erfolgen hat.

 

26. Mandatsanforderung
Die Bank des Debitors setzt sich mit der Bank des Kreditors in Verbindung und fordert eine Kopie des Mandatsakte an.

 

27. Mandatsanforderung
Die Bank des Kreditors fordert eine Kopie der Mandatsakte beim Kreditor an.

 

28. Mandatskopie
Der Kreditor stellt seiner Bank eine Kopie der Mandatsakte (in der Regel als Image-Datei) zur Verfügung.

29. Weiterleitung der Mandatsakte
Die Bank des Kreditors leitet die Mandatsakte an die Bank des Debitors weiter. Diese prüft die Unterlagen und stellt fest, ob ein gültiges Mandat vorliegt oder nicht. Diese Entscheidung ist für das SEPA-Verfahren final. Lag kein gültiges Mandat vor, so erfolgt in den nächsten Schritten die Rückgabe.

SDD-Mandat (B2B-Änderung)

30. Rückabwicklung
Lag kein gültiges Mandat vor, so wird sich die Bank des Debitors mit der Bank des Kreditors über die Art und Weise der Rückabwicklung verständigen.

 

 

Änderung des Mandats durch den Debitor  

 

2a. Änderung des Mandats.
Der Debitor teilt dem Kreditor die Änderung seiner Kontoverbindung mit. Der Debitor dematerialisiert die Änderungsmitteilung und aktualisiert die Angaben zum Mandat. Die Änderungen sind der Bank des Kreditors mit der nächsten Lastschrift mitzuteilen.

2b. Kopie der Änderung an die bisherige Bank des Debitors

Der Debitor informiert die Bank, bei der die Lastschrift bisher eingelöst wurde, dass die Lastschrift zukünftig von einem anderen Konto eingelöst wird. Die bisherige Bank des Kreditors dematerialisiert die Änderungsmitteilungen und vermerkt, dass in Zukunft Lastschriften zu diesem Mandat nicht mehr eingelöst werden können.

 

2c. Kopie der Änderung an die bisherige Bank des Debitors

Der Debitor informiert die neue Bank über die Erteilung des Mandats. In der Regel sind hierzu die ursprüngliche Mandatserteilung und alle Änderungen erforderlich, damit die neue Bank des Kreditors über alle Informationen bezüglich des Mandats verfügt. Die neue Bank des Debitors dematerialisiert das Mandat und die vorgelegten Ergänzungen und prüft eingehende Lastschriften gegen dieses Mandat.  


3. Pre-Notification

(s. Pre-Notification)

 

4a. Einreichung der Lastschrift

Der nächste Einzug der Lastschrift erfolgt mit den geänderten Kontodaten. Die Lastschrift enthält deshalb die neue Kontoverbindung. Die alte Kontoverbindung wird bei dem ersten Einzug auf die neue Kontoverbindung, mitgegeben. Diese Lastschrift gilt dann auch als Erstlastschrift.

 

5. Weiterleitung der Lastschrift

(s. Einreichung der Lastschrift)

6. Avisierung der Lastschrift

(s. Einreichung der Lastschrift)

13. Belastung des Kontos des Debitors

(s. Ausführung der Lastschrift)

14. Gutschrift auf dem Konto des Kreditors

(s. Ausführung der Lastschrift)

17. Kontoauszugsinformation

(s. Ausführung der Lastschrift)

18. Kontoauszugsinformationen

(s. Ausführung der Lastschrift)

B2B-Mandatsänderung durch den Kreditor

Änderung des Mandats durch den Kreditor

 

1a. Änderung des Mandats

Der Kreditor informiert den Debitor über die Mandatsänderung z.B. mit der Pre-Notification.

 

2a. Kopie Änderung des Mandats
Der Debitor stellt seiner Bank eine Kopie der Mandatsänderung zur Verfügung

 

3. Pre-Notification

(s. Pre-Notification)

4a. Einreichung der Lastschrift

(s. Mandatsänderung durch den Kreditor)

5. Erweiterleitung der Lastschrift

(s. Einreichung der Lastschrift)

6. Avisierung der Lastschrift

(s. Einreichung der Lastschrift)

13. Belastung des Kontos des Debitors

(s. Ausführung der Lastschrift)

14. Gutschrift auf dem Konto des Kreditors

(s. Ausführung der Lastschrift)

17. Kontoauszugsinformation

(s. Ausführung der Lastschrift)

18. Kontoauszugsinformationen

(s. Ausführung der Lastschrift)

In Deutschland wird eine Infrastruktur für die SEPA-Lastschrift durch den SEPA Clearer der Deutschen Bundesbank zur Verfügung gestellt.

In der Regel erfolgt der Austausch der Transaktionen und der R-Transaktionen durch eine Verteil- und Verrechnungsinfrastruktur (CSM = Clearing and Settlemet Mechanism).

In Deutschland wird eine Infrastruktur für die SEPA-Lastschrift durch den SEPA Clearer der Deutschen Bundesbank zur Verfügung gestellt.


Da jedoch nicht alle Banken in Deutschland direkt über die Bundesbank erreichbar sind haben sich die CSM vernetzt, so dass ggf. mehrere CSM an der Weiterleitung der Nachrichten beteiligt sind.

Da jedoch nicht alle Banken in Deutschland direkt über die Bundesbank erreichbar sind haben sich die CSM vernetzt, so dass ggf. mehrere CSM an der Weiterleitung der Nachrichten beteiligt sind.

Aufgrund der verwendeten Infrastruktur durch die Bank des Debitors bzw. die Bank des Kreditors können die Cut-Off-Zeiten der einzelnen Banken voneinander abweichen.

Es besteht weitere Geschäftsvorfälle, wenn die Firmen-Lastschrift zurückgewiesen wird.

a) Rückweisung durch die Bank des Kreditors (Rejects vor dem Verrechnungszeitraum) Gründe für eine   

    Rückweisung durch die Bank des Kreditors sind:

  • Der Debitor führt sein Konto bei seiner Bank, die nicht am SDD Verfahren teilnimmt
  • Angaben in der Lastschrift sind unvollständig oder unzulässig, so dass eine Ausführung nicht möglich ist.

Bilateral (im Rahmen des Inkassovertrags) wird festgelegt, wie die Bank des Kreditors den Kreditor über Rejects informiert. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat hierfür das PAIN.002 Datenformat festgelegt über das eine automatisierte Information erfolgen kann.

 

b) Rückweisung durch die CSM (Rejects vor dem Verrechnungszeitraum).

    Gründe für die Rückweisung durch die CSM sind:

  • der Debitor führt sein Konto bei seiner Bank, die nicht am SDD Verfahren teilnimmt
  • Angaben in der Lastschrift sind unvollständig oder unzulässig, so dass eine Ausführung nicht möglich ist.